Osteopathie-Behandlung

Die Osteopathie betrachtet den Menschen in seiner ganzen Komplexität, sie bezieht alle Gewebearten des Körpers in die Behandlung ein: Muskeln, Knochen, innere Organe, Nerven, Bindegewebe sowie die Flüssigkeiten in Gehirn und Rückenmark.

Behandelt wird immer mit den Händen: durch Halten, sanften Druck, Bewegtwerden in den Gelenken. Dabei wird sanft Einfluss auf Spannungen in Muskulatur und Stützgeweben sowie auf die inneren Bewegungen der Organe genommen.
Die Osteopathie wird meist liegend und in bequemer Kleidung praktiziert.

Anwendungsgebiete der Osteopathie
Osteopathie wird angewandt bei vielen Funktionsstörungen des Körpers, unabhängig davon, wie lange diese schon bestehen. Es gibt keine Altersbeschränkung, sie eignet sich auch gut für Säuglinge, Kinder und Schwangere.

Die 3 wichtigen Prinzipien der Osteopathie:
1. die Einheit des menschlichen Körpers
Alle Strukturen des menschlichen Körpers weisen eine direkte oder indirekte Kontinuität auf. Den Zusammenhang stellen die Faszien her. Dies sind dünne Bindegewebshüllen, die jede Struktur umgeben und gemeinsam eine große Körperfaszie bilden.

2. die wechselseitige Abhängigkeit von Struktur und Funktion
Wird ein Muskel zum Beispiel ständig trainiert wird, nimmt er an Kraft und Form zu; im Gegenzug wird er schwach und verkümmert, wenn er nicht mehr gebraucht wird. Dies ist übertragbar auf alle Strukturen des Körpers.

3. die selbstregulierenden Kräfte des Körpers
Der menschliche Körper ist immer bestrebt, im Gleichgewicht zu bleiben und sich gegen innere Einflüsse (Bakterien, Viren, Knochenbrüche, …) und äußere Einflüsse (Umwelt-/ gifte, Stress...) zu wehren. Gelingt dies nicht mehr, erkrankt er.

Die Osteopathie kann in schweren Krankheitsfällen eine ärztliche Behandlung zwar sinnvoll begleiten, jedoch nicht ersetzen. Daher ist in diesen Fällen eine vorherige ärztliche Abklärung unerlässlich.